Über die Entstehung der Ortskirche sind keine historischen Aufzeichnungen vorhanden. Ein Stuckrelief von 1709 in der Marienkapelle der Kartausenkirche zeigt die Kartausenanlage vor der Barockisierung. Die außerhalb der Klostermauern liegende Ortskirche ist als romanische Kirche mit romanischem Turm und einem höheren gotischen Anbau dargestellt.
1402 wurde die Pfarrkirche von Probst Heinrich von Ellerbach an das neugegründete Kartäuserkloster übergeben.
1725 erfolgte der Abbruch der alten reparaturbedürftigen Ortskirche
Prior Gregorius Stock betraut Dominikus Zimmermann zum Neubau.
1726 -1729 erfolgte der Neubau der barocken Pfarrkirche St. Peter und Paul.
Die Pfarrkirche gilt als Frühwerk Dominikus Zimmermanns und unmittelbare Vorgängerin der Kirche von Steinhausen. Die Kirche zeigt (im Grundriss anspruchslose einfache Dorfkirche) bereits Ansätze und Elemente, die in seinen späteren Kirchen zur vollen Reife gelangen. (z. B. Fensterelemente, Gesimse und Stuck)
Die ganz freiliegende Westwand, als Hauptfassade weithin sichtbar, ist hervorragend gestaltet. Der Turm an der SW-Ecke steht außerhalb der Flucht des Kirchenschiffes und vergrößert die Westfassade. Der ursprüngliche Turmhelm wurde bei der Renovierung 1872 durch eine Spitze ersetzt.
Im Inneren der Kirche hat Dominikus Zimmermann aus dem einfachen Grundriss des eingezogenen, halbkreisförmig geschlossenen Chores und des kleinen, rechteckigen Langhauses so viel gemacht, wie es bei den geringen Ausmaßen der Dorfkirche überhaupt möglich war.
Zum ersten Mal in der Stuckgeschichte verwendet Dominikus Zimmermann Gitterwerk mit eingestreuten Blumenrosetten.
Die Deckenfresken von Franz Georg Hermann aus Kempten, zeigen Szenen aus dem Marienleben. Beginnend über der Orgel:
- Unterweisung Marias durch Mutter Anna, daneben Vater Joachim. Seitlich: der königliche Sänger David und Abrahams Opfer
- Vermählung Marias mit Josef, seitlich die Evangelisten Lukas und Johannes
- Verkündigung, seitlich die Evangelisten Matthäus und Markus
- Geburt Christi – Anbetung der Hirten
Der wuchtig wirkende marmorierte Hochaltar in der gerundeten Apsis, ist ein Werk von Gabriel Weiß aus Wurzach. Das Altarbild zeigt die Schlüsselübergabe an Petrus. Im verzierten Rahmen darüber sehen wir den Hl. Bruno, Gründer des Kartäuserordens, und im Auszug der hl. Paulus.
Der rechte Seitenaltar enthält von Doppelsäulen umrahmt eine machtvolle Barbarafigur. Auf dem Altartisch eine ausdrucksstarke Pieta des weichen Stils aus der alten gotischen Kirche.
Der linke Seitenaltar birgt das Kleinod der Kirche, die berühmte, verehrte Buxheimer Madonna (um 1420) von einem unbekannten Meister, eine farbig gefasste Tonfigur, dem weichen Stil zugehörig.
Die Kanzel, eine einfache aber geschmackvolle Arbeit. An der Brüstung die 4 Evangelisten, in der Mitte Christus als Salvator, Den Schalldeckel krönt der hl. Franz Xaver.
Links neben dem Marienaltar ein moderner Kreuzweg von Sofie Hengeler.
Rechts neben dem Barbara- Altar die alten Kerzenschilder der 1642 gegründeten Rosenkranzbruderschaft.
Jedem Besucher dieses herrlichen Gotteshauses wünschen wir, was der Psalmist sagt:
Herr öffne mir die Augen für das Wunderbare!

