Ein goldenes Kreuz vor einem schwarzen Hintergrund, das von der Sonne beschienen wird.Wenn ein Mensch stirbt, ist das immer ein besonders schwerer Moment. Wir Christinnen und Christen der Katholischen Pfarreiengemeinschaft Memmingen möchten Sie in dieser schweren Zeit gerne mit unserer Nähe, unserem Dienst und unserem Gebet begleiten.

Deshalb: Haben Sie keine Scheu, uns zu kontaktieren; es ist uns ein Anliegen, unsere Schwestern und Brüder auf dem Weg ins Ewige Leben zu begleiten.

Die kirchliche Bestattung ist ein Gottesdienst zur Beisetzung oder Verabschiedung eines verstorbenen Gemeindemitglieds. Uns liegt daran, dies möglichst individuell nach Ihren Vorstellungen und nach den Traditionen unserer Gemeinschaft zu gestalten. In diesem Gottesdienst betet die Gemeinde für den verstorbenen Menschen, begleitet die Angehörigen beim Abschied und verkündigt angesichts des Todes den Glauben an die Auferstehung.

Für Absprachen zur katholischen Bestattung setzen Sie sich über ein Bestattungsinstitut mit unserem Pfarrbüro in Verbindung
– am einfachsten geht das telefonisch unter 08331 926710.
Unser Büro ist von Montag bis Freitag vormittags und nachmittags erreichbar, wenn das Büro geschlossen ist, ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Die Bestattungsinstitute kennen uns und helfen Ihnen gerne weiter.

Termin für Bestattung

Der Termin für die Bestattung wird von der Friedhofsverwaltung in Rücksprache mit uns und dem Bestatter festgelegt. Der Termin kann erst als fest angesehen werden, wenn alle zuständigen Stellen zugesagt haben.

Vor der Bestattung findet ein so genanntes „Trauergespräch“ mit dem Seelsorger statt, der die Beisetzung vornehmen wird.

In unserer Pfarreiengemeinschaft sind das Dekan Ludwig Waldmüller, Kaplan Thomas Schmid, Krankenhausseelsorger Michael Kratschmer, Pfarrer Bruno Fink, Diakon Roland Pressl und Diakon Anton Schedel.

Zu dem Gespräch laden wir Sie in der Regel zu uns ins Büro ein.
In diesem Gespräch geht es darum, mit Ihnen über Ihre momentane Situation zu sprechen, aber auch Ihre Vorstellungen für die Bestattung zu erfahren und über die verstorbene Person ins Gespräch zu kommen.

Abschied nehmen

Sie haben die Zeit, sich bewusst von Ihrem Verstorbenen zu verabschieden. Bis zu 36 Stunden ist dies möglich. Auch nachher können Sie in der Aufbahrungshalle immer noch den Sarg öffnen lassen.

Nehmen Sie sich diese Zeit!

Und geben Sie auch Kindern die Möglichkeit, sich von der verstorbenen Person zu verabschieden. Der Tod gehört zum Leben, auch Kinder können dies gut verkraften.

Aussegnung im Familienkreis

Es ist eine gute Möglichkeit, einen Vertreter unserer Pfarrei (Priester oder Diakon) zur Aussegnung des Verstorbenen im Kreise der Familie und Freunde einzuladen. Wir sind dazu gerne bereit. Wir segnen den Leib des Verstorbenen und beten zusammen mit Ihnen für die verstorbene Person.

Es ist ebenso eine gute Möglichkeit, wenn Sie sich am Waschen und Bekleiden des Verstorbenen beteiligen. Außerdem können Sie selbst die Kleidung aussuchen, die der Verstorbene im Sarg tragen wird. Auch damit können Sie der Person noch etwas Guten tun. Haben Sie den Mut, das zu tun, was Ihnen hilft!

Bei der Erdbestattung gibt es die Trauerfeier mit Beisetzung. Wird der Leichnam eingeäschert, ist entweder eine Verabschiedung des Verstorbenen vor der Kremation oder die Beisetzung der Urne möglich.

Zur katholischen Beerdigung gehört in der Regel auch die Eucharistiefeier („Messe“) für den Verstorbenen. Dazu gibt es in unserer Pfarreiengemeinschaft zwei Möglichkeiten:

Totengedenken in der Gemeindemesse

Dabei wird das Gedenken des Verstorbenen in die Heilige Messe aufgenommen, die am Beerdigungstag in unserer Pfarreiengemeinschaft gefeiert wird. Der Name Ihres Angehörigen wird am Anfang, in den Fürbitten und im Eucharistischen Hochgebet erwähnt. Die versammelte Gemeinde betet mit Ihnen für den Verstorbenen.

Die Messe wird nach den an jenem Tag üblichen liturgischen Vorgaben gefeiert – es wird also beispielsweise das entsprechende Heiligenfest in der entsprechenden liturgischen Farbe gefeiert. Viele Familien wählen diesen Weg, weil sie sich so mit der Gottesdienstgemeinde am besten verbunden wissen.

Die Gottesdienstzeiten sind:

  • Montags 8.30 Uhr Sankt Josef, 19 Uhr Mariä Himmelfahrt
  • Dienstags 12.15 Uhr Sankt Johann und 19 Uhr Christi Auferstehung
  • Mittwochs 9 Uhr Mariä Himmelfahrt und 19 Uhr Sankt Josef
  • Donnerstags 19 Uhr sowohl in Mariä Himmelfahrt als auch in Christi Auferstehung
  • Freitags 8.30 Uhr in Sankt Josef.
Eigenes Requiem

Wenn Sie für Ihren Verstorbenen eine eigene Eucharistiefeier möchten, ist dies auch möglich. Wir feiern dann in der Pfarrkirche, aus deren Pfarrei der Verstorbene stammt, um 11 Uhr das so genannte Requiem.

Das ist die Form, wie sie die Tradition der Kirche vorsieht; wir beten in diesem Gottesdienst mit Ihnen für die verstorbene Person und feiern die Eucharistie für sie.

Da unsere Kirchen groß sind, empfiehlt sich ein Requiem meist nur, wenn zum Gottesdienst auch ein größerer Personenkreis zu erwarten ist und diese Gemeinde auch die Mitfeier einer eigenen Heiligen Messe gewohnt ist. Ansonsten könnte es für die anwesenden eine schwierige Situation sein.

Sollten an einem Tag mehrere Beerdigungen anstehen, werden die einzelnen Gedenken in der Eucharistiefeier zusammengefasst. Wir gedenken dann im Requiem oder dem Totengedenken der Verstorbenen, die an diesem Tag beigesetzt werden.

Sie wählen – wir unterstützen Sie

Oft wünscht eine Familie heute aber gar keine Messfeier. Gerade in unserer Zeit der gesteigerten Mobilität ist es oft nicht möglich, alle Angehörigen zu einer solchen zusammen zu bekommen, die Eucharistie wird in der Heimat der Angehörigen gefeiert oder den Angehörigen ist die Eucharistie nicht so geläufig. Welche Gründe auch immer vorliegen: Die Entscheidung über die Feier der Eucharistie für Ihren verstorbenen Angehörigen liegt bei Ihnen.

Wir beten für Sie

Die Eucharistiefeier für die Verstorbenen ist uns sehr wichtig. Deshalb nehmen wir die Verstorbenen unserer Pfarreiengemeinschaft auch jeden Sonntag in die Heilige Messe um 9:30 Uhr in Sankt Josef mit in das fürbittende Gebet auf; die Namen der Verstorbenen der vergangenen Woche werden bei diesem Gottesdienst noch einmal extra verlesen.

Eine kirchliche Bestattung setzt voraus, dass die verstorbene Person der katholischen Kirche angehört.

Suizid ist kein Hinderungsgrund für eine katholische Beisetzung.

Auch wenn ein Kind vor der Taufe stirbt, kann es kirchlich bestattet werden. Dasselbe gilt auch für tot geborene Kinder.

Mit dem Bestattungsinstitut besprechen Sie bitte schon die Wünsche, die Sie musikalischer Art für die Beisetzung haben. Die Bestatter können Sie hierbei kompetent beraten. Nicht alle Musikstücke eignen sich für eine Beisetzung; lassen Sie sich hierzu Tipps geben.

Der Sinn des Trauergespräches

Das Trauergespräch dient dazu, gemeinsam das Leben der verstorbenen Person zu bedenken. Wenn Sie sich im Vorfeld dazu ein paar Notizen machen, kann das hilfreich sein. Außerdem ist das Trauergespräch dazu da, den Bestattungsgottesdienst vorzubereiten (wenn Sie also besondere Wünsche haben, was die Gestaltung angeht, sollten Sie diese bei diesem Gespräch äußern). Es ist uns aber auch ein Anliegen, Ihnen persönlich durch das Gespräch in Ihrer momentanen Situation beizustehen.

Vielleicht haben Sie für den Fall Ihres Todes bereits Anordnungen getroffen – vielleicht hat genau das die verstorbene Person auch gemacht. Dadurch können die Angehörigen entlastet werden.

Legen Sie fest, was Ihnen wichtig ist

Diese Möglichkeit besteht auch für die katholische Trauerfeier. Gerade ein Bibeltext, der Ihnen wichtig ist, Musikstücke, die Sie gerne bei Ihrer Beerdigung hätten oder auch die Form der Beisetzung (Erdbestattung oder Kremation) kann man durchaus im Voraus festlegen.

Wenn Sie diese nicht direkt mit Ihren Angehörigen besprechen möchten, ist es gut, wenn die Familie weiß, wo die Aufzeichnungen zu finden sind.

Selbstverständlich können Sie auch jederzeit gerne in der Zeit Ihrer Trauer mit einem Seelsorger sprechen.

Auch in schweren Stunden – wir sind gerne für Sie da

Zudem bieten wir in monatlichen Abständen wechselnd ökumenische Trauerandachten mit anschließender Möglichkeit der Begegnung und offene Gesprächskreise an. Die Andachten werden in der Marienkapelle der Kirche Mariä Himmelfahrt gefeiert, die Begegnungen und Gesprächskreise finden im angrenzenden Pfarrzentrum statt.

Über weitere Angebote für Trauernde informiert sie gerne unser Diakon Roland Pressl.

Ein Seelsorgegespräch vereinbaren Sie am besten über unser Pfarrbüro.
Dort erfahren Sie auch die Termine der Trauerandachten.